Sozial-/Gemeinschaftskunde in Gymnasien

Damit Kinder und Jugendliche später keine Probleme haben, wenn es darum geht, die Nachrichten zu verstehen, wählen zu gehen oder sich für eine Partei zu entscheiden, gibt es in den weiterführenden Schulen genau dafür ein Unterrichtsfach. Dieses wird abhängig vom jeweiligen Bundesland als Sozialkunde (zum Beispiel in Thüringen) oder Gemeinschaftskunde bezeichnet. Seit dem Jahr 1960 ist es fester Bestandteil der Bundesrepublik und soll den Kindern Themen über Gesellschaft, das politische System und die Rechtsordnung näher bringen. In manchen Fällen werden auch wirtschaftliche Themen behandelt, wenn es kein Extrafach dafür gibt. So unterscheidet man in Thüringen beispielsweise zwischen den Fächern Sozialkunde sowie Wirtschaft und Recht.

Inhalte und Bedeutung politischer Themen im Unterricht

Eine ganz bedeutende Aufgabe des Sozialkundeunterrichtes besteht darin, den Schülern deutlich zu machen, wie wichtig das Mitwirken eines jeden Einzelnen für das Funktionieren und die Entwicklung der deutschen Politik ist. Da Deutschland eine Demokratie ist, muss jeder Bürger und jede Bürgerin an ihrem Erfolg und ihrem Bestehen mitwirken und sich beteiligen. Die Kinder lernen, dass ihre Stimme eine Bedeutung hat und zur politischen Mündigkeit der deutschen Bürger beiträgt.

Themen, die unter anderen fester Bestandteil des Unterrichtes sind, können folgende sein:

  • Recht/Gerechtigkeit
  • Parteien und Wahlen
  • Verschiedene Staatsformen und die deutsche Demokratie
  • Die EU und wichtige Gesetze
  • Die Bundeswehr
  • Soziale Gruppen
  • Manipulation

und viele andere Themen.

Kinder lernen zum Beispiel, wie wichtig es ist, Unternehmen zu unterstützen und inwiefern sie auf diese Weise zum Erfolg der deutschen Wirtschaft beitragen. So können z.B. Kindergeburtstage so gefeiert werden, wo vielleicht Firmen wie Veranstalter, Bäcker oder Caterer besonders profitieren, die die Party ausrichten oder gastronomisch versorgen. So etwas kommt besonders dann gut bei Kindern an, wenn sie selbst auch etwas davon haben. Wenn zum Beispiel eine individuelle Torte auf DeineTorte.de angefertigt oder ein persönliches partyset für die Geburtstagsparty erstellt wird, sind Kinder mit Sicherheit begeistert. Gleichzeitig lernen sie, mit Online-Bestellungen und unterschiedlichen Unternehmen zurechtzukommen. Also eine Win-win-Situation!

Warum politische Themen in der Schule behandelt werden sollten!

Es ist wichtig, dass Kinder lernen und verstehen, worum es in der Politik geht, damit sie nicht nur mitsprechen können, sondern Teil der Zukunft eines Landes sein können. Sie lernen, sich eine persönliche Meinung zu bilden und diese später zu vertreten, jedoch auch andere Meinungen anzuhören und zu akzeptieren. Zudem erkennen sie durch solchen Unterricht die Bedeutung des gegenseitigen Zuhörens und Argumentierens mit konstruktiven Argumenten, unter der Einhaltung bestimmter Regeln.

Wissensvermittlung an Universitäten

Die erste Universität entstand zu Beginn des Hochmittelalters – im Jahr 1088, im italienischen Bologna. Der Grundgedanke war, einen Zusammenschluss von Lehrenden und Lernenden zu schaffen, während man den Teilnehmern ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit einräumte, beispielsweise bei der Strukturierung ihrer Lehrpläne oder bei Aufbau und Durchführung von Forschungsarbeiten. Ein wichtiger Aspekt war auch die Verleihung offiziell anerkannter akademischer Titel. Heute unterscheidet die Universität von einer Hochschule noch das Promotionsrecht.

Deutschlands älteste Universität ist die Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg, die bis dato zu einer der renommiertesten Lehranstalten in ganz Europa zählt und Besucher aus der ganzen Welt anlockt. Ob altehrwürdig oder neu, die Universitäten sind in wesentlichen Merkmalen in Deutschland vereint. Große Vorlesungen finden zumeist in Hörsälen statt. Diese Veranstaltungen sind grundsätzlich für jedermann zugänglich, auch für reine Zuschauer, die an der Universität nicht immatrikuliert sind. Obendrein gibt es neben den Vorlesungen eine Auswahl an Seminaren, Tutorien, Arbeitsgemeinschaften und praktische Übungen. Bei solchen Veranstaltungen ist die Öffentlichkeit hingegen ausgeschlossen und nur Studierende haben Zugang.

An Universitäten können unterschiedliche Titel erworben werden. Gegenwärtig unterscheidet man zwischen Bachelor- und Master-Studiengängen sowie Studiengängen mit anschließendem Staatsexamen. Zu Studiengängen mit Staatsexamen zählen Jura, Human-, Zahn- und Veterinärmedizin sowie Pharmazie. Auch Studenten des Lehramts mussten lange Zeit ein Staatsexamen absolvieren. Nach Erneuerungen bieten einige Universitäten das Lehramt im Bachelor- und Master-System an.

Der Titel in den Bachelor- und Masterstudiengängen unterscheiden sich weiterhin nach Art der Wissenschaft. Geisteswissenschaften werden unter dem Titel Bachelor und Master of Arts geführt, während Naturwissenschaften unter den Bachelor und Master of Science fallen. Nach dem Master kann ein Promotionsstudium angehängt werden. Anders als bei Humanmedizin, bei der die Promotion meistens nur ein Jahr in Anspruch nimmt, dauern naturwissenschaftliche Promotionen zwischen drei und fünf Jahren. Zum Beispiel benötigt ein Biologe bis zum Doktorgrad meistens zwischen acht und zehn Jahren.

Jedes Modul wird mit einer Klausur abgeschlossen, die häufig am Ende des Semesters geschrieben wird. Bei fast allen Studiengängen hat man für eine Klausur mehrere Versuche. Im Allgemeinen sind es insgesamt drei Versuche. Scheitert man allerdings beim Drittversuch, hat das die Exmatrikulation zur Folge. Außerdem erlöscht das Recht, einen Studiengang in Deutschland zu absolvieren, wo das entsprechende Modul als Pflichtveranstaltung geführt wird. Neben den Klausuren werden auch Hausarbeiten und Protokolle geschrieben sowie Vorträge von den Studierenden gehalten. Sehr verbreitet sind auch Kolloquien, das sind mündliche Prüfungen, in denen beispielsweise Wissen aus Schwerpunktbereichen oder aber aus Praxis-Übungen abgefragt werden.

Die Lehrzeit ist in Semester eingeteilt, die ungefähr eine Dauer von drei Monaten veranschlagen. Die bekannten Semesterferien sind nicht, wie der Name vermuten lässt, als Urlaub zu betrachten. Der offizielle Name vorlesungsfreie Zeit verrät schon mehr. In der vorlesungsfreien Zeit finden trotzdem meistens allerhand Veranstaltungen statt und auch Klausuren werden geschrieben.

An Universitäten ist ein sogenannter Semesterbeitrag zu entrichten, der von Einrichtung zu Einrichtung variiert.

Chancengleichheit bei universitärer Bildung

Teil des politischen Diskurses ist zwischendurch immer wieder die Frage nach der Chancengleichheit bei universitärer Bildung und wie man sie fördert und sicherstellt. Ein großer Themenkomplex, denn die Gleichberechtigung beim Zugang beginnt bereits in der Schulphase. Über die Zugangsvoraussetzungen hinaus spielen später bei Studenten besonders finanzielle Aspekte eine Rolle. Studenten mit einkommensschwachen Eltern sollen durch das Förderungsgeld BaFöG unterstützt werden. Allerdings gibt es in Deutschland strenge Auflagen und viele Studenten verlieren nach einiger Zeit ihren Förderungsanspruch.

Beispielsweise ist ein Fachwechsel nur bis zum vierten Semester möglich, wenn man nicht seinen Anspruch auf Förderung verlieren möchte. Weiterhin müssen Klausuren in einem vorgegebenen Zeitrahmen erfolgreich geschrieben worden sein. Ein Mindestalter darf nicht überschritten sein und das BaFöG muss jedes Jahr neu beantragt werden. Während sich Studenten mit gutsituierten Eltern den einen oder anderen Fehltritt leisten können, gilt das nicht für jene, die auf eine staatliche Förderung angewiesen sind. Chancengleichheit ist das sicherlich nicht.

Zumindest bei der Bewerbung auf einen Studienplatz ist die Diskriminierung aufgrund von Name, Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder anderen Parametern so gut wie ausgeschlossen. Denn die erfolgreiche Bewerbung bestimmt sich nach festgelegten Kriterien wie der Durchschnittsnote im Abitur oder Wartezeitsemester. Nur wenige Universitäten oder Studiengänge laden zu einem Vorstellungsgespräch ein, beispielsweise die Universität Lübeck für die Humanmedizin.

Immer wieder wird auch diskutiert, wie man gesellschaftliche Geschlechterrollen überwinden kann, indem man Frauen dazu motiviert, sich für technische Studiengänge zu entscheiden, und Männern zur Wahl von sozialen Studiengängen rät. Weibliche Studierende sind in Ingenieurs-Studiengängen oftmals stark unterrepräsentiert, sodass die Überlegung im Raum stand, Arbeitsgemeinschaften und ganze Studiengänge für Frauen zu etablieren. Diese Idee stieß auf starken Gegenwind, da durch solche Maßnahmen eine Geschlechterapartheid sogar noch gefördert würde. Nach Kritikern ein Bärendienst an der Gleichberechtigung.

An deutschen Universitäten finden sich auch viele ausländische Studierende und ab dem Master sind viele Vorlesungen auch in Englisch. Problematisch ist allerdings häufig die Sprachbarriere zu Beginn des Studiums. Hier sollte jede Universität ein Spektrum an Förderprojekten bereitstellen, um sprachliche Barrieren schnellstmöglich zu überwinden. Ausländische Studierende werden glücklicherweise meistens durch zugewiesene Mentoren unterstützt. Das ist leider längst noch nicht an allen Universitäten der Fall.

Alarmierend ist auch die zunehmende Knappheit an Wohnraum in Universitätsstädten. Viele Studierende haben zu Studienbeginn noch keine Bleibe gefunden und die Mieten werden teurer. Groteskerweise sind viele Wohnungslose und Obdachlose heute Studenten. Dies trifft natürlich wiederum die finanziell schwachen Studenten und bedroht logischerweise den erfolgreichen Abschluss des Studiums.

Die schwierigsten Studiengänge

Bewunderung ernten besonders Studenten, die sich für Humanmedizin oder Jura entschieden haben. Diese Studiengänge gelten als besonders aufwendig und schwierig. Doch stimmt das?

Hinsichtlich der Anzahl der Semester unterscheiden sich die beiden Studiengänge nicht von anderen, wenn man davon ausgeht, dass man an den Bachelor noch einen Master anhängt. Sobald man eine Promotion in Erwägung zieht, braucht man bei anderen Studiengängen sogar durchschnittlich vier Jahre mehr als bei einer Promotion im medizinischen Bereich.

Ein Kriterium, das zu dieser hohen Bewertung von Humanmedizin und Jura führt, ist sicherlich der Stoffumfang. Mediziner müssen viel lernen und so auch Juristen. Was ist mit dem Schwierigkeitsgrad? Das lässt sich natürlich schwer beurteilen in Hinblick darauf, dass sich diese Bewertung vor allem anhand der eigenen Begabungen entscheidet. Geht man vom Durchschnitt aus, werden aber die allermeisten den Stoff eines Mathematik- oder Physikstudiums als durchaus anspruchsvoller wahrnehmen als den des Medizinstudiums.

Auch Politikwissenschaften und andere Geisteswissenschaften sind sehr anspruchsvoll, denn beurteilt werden müssen hochgradig sozio-ökonomische Prozesse, auf die es selten die eine richtige Antwort gibt, wie es beispielsweise in Naturwissenschaften der Fall ist. Auch die Rechtswissenschaften setzen sich nicht aus bloßem Lernen zusammen, sondern verlangen ausgeprägte analytische Fähigkeiten und Kompetenzen in der rhetorischen Darstellung von Inhalten. Ganz zu schweigen von der vielschichtigen Belastung eines Lehramtstudiums.

Auch, wenn einige Vorstellungen eisern in der Gesellschaft verankert zu sein scheinen, ist es kaum möglich zu sagen, dass ein Studiengang den anderen in Schwierigkeit oder Aufwand übertrifft. Es scheint sogar wichtig, dass diese überholten Vorstellungen endlich aus der Mitte der Studierendenschaft verschwinden. Das Bashing muss ein Ende haben, denn am Ende sind alle Disziplinen wichtig und erst das Zusammenspiel schafft große Erkenntnisse.

Mathematik in der Schule

Mathematik gehört wahrscheinlich zu den gefürchtetsten Schulfächern unter Schülern. Dabei ist Mathematik faszinierend und die Grundlage für alle Naturwissenschaften. Problematisch ist die weltferne Vermittlung in den Schulen. Nicht selten kommt bei Schülern die Meinung auf: „Wofür brauche ich das? Für später doch bestimmt nicht!“

Man kann ihnen diese Sichtweise nicht verübeln, denn die Verknüpfung zum Alltag oder zu konkreten und realen Problemstellungen wird in der Schule häufig nicht hergestellt. Stattdessen sind es fiktive Sachaufgaben, die in späteren Stufen immer abstrakter werden.

Ein Beispiel sind Exponentialfunktionen Die Vermittlung zum Umgang mit solchen Funktionen ist oftmals sehr trocken und lässt ratlos zurück. Schüler bekommen das Gefühl, sie hantierten mit Funktionen, bei denen es sich um reine Spielereien ohne Bezug zur Wirklichkeit handele. Doch Exponentialfunktionen spielen beispielsweise bei Entwicklungen von Populationen und damit auch bei der Entwicklung von Epidemien und Pandemien eine große Rolle. Wer die zeitliche Entwicklung von Pandemien verstehen möchte, braucht beispielsweise auch ein grundlegendes mathematisches Verständnis hinsichtlich der Veränderung von Reproduktionszahlen.

Wir brauchen Mathematik, um viele Teilaspekte unserer Umwelt begreifen zu können. Aber die Auseinandersetzung mit Mathematik fördert auch das analytische und logische Denken, weshalb sie einen Einfluss auf das Gehirn insgesamt hat. Beispielsweise konnte man feststellen, dass es einen Zusammenhang zwischen motorischen und mathematischen Fähigkeiten gibt.

Mathematik an der Universität

Die Hochschulmathematik unterscheidet sich maßgeblich von der Schulmathematik. Erstsemester naturwissenschaftlicher Studiengänge sind sehr oft schockiert, denn die Nomenklatur und die Vorgehensweise der Hochschulmathematik ist für frische Abiturienten meistens mehr als gewöhnungsbedürftig. Deshalb bieten viele Universitäten schon vor Beginn des Semesters Kurse in Mathematik an, um zumindest alle Studenten auf Leistungskurs-Niveau zu bringen. Danach warten dann unzählige Werke auf die Studenten, die ihnen die Hochschulmathematik näher bringen sollen, oftmals außerordentlich trocken aufbereitet.

Die Lücke zwischen Schule und Hochschule klafft. Sollte man Schülern ab der Oberstufe nicht direkt mit dem Anspruch der Hochschulen konfrontieren und ihr mathematisches Denken dahingehend formen?

Die Mathematikmodule beeinflussen die Abbruchquote vieler Studiengängen. Das wäre vermeidbar, wenn man Schülern zu Beginn ein realistisches Bild von Anforderungen und Erwartungen vermitteln würde. Wenn nicht das, dann wären Begleitkurse an der Universität ein gutes Mittel, um Studenten zu fördern und zu unterstützen. Sie mit überladenen Machwerken alleine zu lassen, deren kryptischer Inhalt bereits auf den ersten fünf Seiten abschreckt, ist eher suboptimal. Gerade in dem Kontext, dass es kaum noch einen Studiengang gibt, der nicht zumindest ein Modul Statistik umfasst. Für die Studierenden, die Hochschulmathematik zu vermeiden suchen, bleibt meistens nur noch Jura übrig.

Musikalische Bildung, ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens

Die Musik ist und war schon immer ein wichtiger Bestandteil von Kulturen. Wie auch über andere Kunstformen lernen Menschen sich über Musik auszudrücken. Neben dem Besuch eines Sportvereins gehört das Erlernen eines Musikinstrumentes zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen für Kinder. Allerdings ist es wichtig, dass man Kinder nicht zwingt. Wenn ein Kind Freude daran hat, ein Musikinstrument zu lernen, ist es zudem völlig normal, erst einmal ein paar Instrumente auszuprobieren. Das beliebteste Instrument ist immer noch das Klavier, dicht gefolgt von der Gitarre.

Musik begleitet uns überall. Mehr noch als die Literatur und die Malerei, ist die Musik als Kunstform omnipräsent. Wenn wir Filme und Serien schauen, im Radio oder beim Feiern. Die Digitalisierung hat uns dahin geführt, dass die meisten Menschen sogar in der Öffentlichkeit dauernd Musik über ihre Smartphones hören. Sie ist kaum mehr aus unserem Leben wegzudenken, weshalb es auch so wichtig ist, sich auch mit ihr auf einem theoretischen Level auseinanderzusetzen.

 

Die Grundlagen der Musik werden heute in der Schule vermittelt. Das Erlernen von Instrumenten gehört jedoch häufig zum außerschulischen Bildungsangebot. In den meisten deutschen Städten gibt es staatlich-finanzierte Musikschulen. Für den Unterricht zahlt man zumeist einen monatlichen Mitgliedsbeitrag, wobei sich die Höhe des Beitrags daran bemisst, wie groß die Gruppe der Schüler ist. Neben Privatunterricht gibt es auch Zweier- und Gruppenunterricht. Bei besonderer Begabung werden auch Stipendien vergeben.

Neben dem Unterricht finden auch immer wieder Wettbewerbe statt. Der wohl bekannteste Wettbewerb ist Jugend musiziert. Ein Gewinn kann sogar die Chancen steigern, später an einer Musikhochschule ein Stipendium zu erhalten.

Musik hilft bei der Persönlichkeitsentwicklung

Eltern schwören heute auf frühkindliche Bildung, da darf auch die musikalische Bildung nicht zu kurz kommen. Deswegen besuchen viele Väter und Mütter mit ihrem Nachwuchs bereits in deren Kleinkindalter entsprechende Kurse. Auch wird immer wieder darauf hingewiesen, dass man Sprachen und Instrumente so früh wie möglich lernen sollte, da Kinder aufgrund ihrer sich entwickelnden Gehirnstruktur schneller und effektiver lernen. Dieser Mythos wurde bereits durch zahlreiche Studien widerlegt. Kinder lernen vor allem schneller, weil sie sich nicht so schnell entmutigen lassen und sich nicht scheuen, Fehler zu machen.

Beim Lernen eines Instruments verändern sich die Gehirnstrukturen. Es werden neue Verbindungen zwischen Neuronen geschaffen. Gerade dieser Aspekt kann auch für Menschen fortgeschrittenen Alters interessant sein, denn das Musizieren beeinflusst die geistige Fitness im positiven Sinne. Zudem schafft Musizieren unter den richtigen Umständen Selbstbewusstsein. Auch außerhalb der Schule sollten Kinder die Möglichkeit bekommen, Fertigkeiten zu erlernen, um dann schlussendlich Erfolge feiern zu können, seien es nun sportliche oder kreative. Das kann Kindern auch helfen, mit dem Leistungsdruck in der Schule umzugehen.

Musik kann Menschen auch helfen, mehr über sich selbst zu erfahren. Durch das Musizieren lernt man, sich selbst und seine Gefühle auszudrücken. Dadurch können unverarbeitete Emotionen kanalisiert werden. Das kann helfen, Erinnerungen aufzuarbeiten. So spielt Musizieren auch bei der Traumabewältigung eine Rolle.